Institut für Mikrobiologie
der Bundeswehr

Biosicherheitsprojekt „Deutsch-Kasachisches Netzwerk für Biosicherheit“

» Aktivitäten 2021

Februar 2021, Kasachstan

Da durch COVID-19 das Projektleben im Jahr 2020 vor allem online stattfand, war es nun endlich wieder möglich, persönlich mit den kasachischen Projektpartnern vor Ort zu sprechen. In einer zweiwöchigen Mission nach Almaty und Nur-Sultan konnte das Projektteam des IMB die für 2021 geplanten Projekte erfolgreich initiieren.

Mit den Partnerinstituten NSCEDI, RIBSP und NCB-AF wurde die wissenschaftliche Projektarbeit für das kommende Jahr skizziert und weitere Laborbesuche und Workshops fixiert. 
Durch den großen Erfolg der Online-Schulungen im letzten Jahr ist auch für die erste Jahreshälfte 2021 wieder geplant, regelmäßig Laborschulungen durch eine russisch/kasachische Trainerin an den Partnerinstituten anzubieten. Als Zielgruppe haben diese Schulungen junges wissenschaftliches und technisches Personal aber auch erfahrene Labormitarbeiter, um die Grundlagen von Biosicherheit in Laboren theoretisch und praktisch zu erfahren. Die Zielgruppe dieser Schulungen sind junges wissenschaftliches und technisches Personal sowie erfahrene Labormitarbeiter, die die Grundlagen der Biosicherheit in Laboren erlernen sollen. Dafür wurde ein Trainingsprogramm erstellt, welches nun ausgearbeitet und  zusammen mit der Web-Plattform GO4BSB umgesetzt wird.

Des Weiteren wurde im Beisein der deutschen Generalkonsulin eine Kooperationsvereinbarung mit dem National Center for Biotechnology (NCB) geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, gemeinsame Studien zur Verbreitung von Rickettsien in Kasachstan durchzuführen. Das NCB ist ein landesweiter Zusammenschluss von staatlichen Laboren der Life Technology Branche. Die Außenstelle in Almaty, mit der die Kooperation hauptsächlich gelebt wird, beschäftigt sich mit der Suche und dem Monitoring von hochpathogenen Erregern in der Natur. Gemeinsam sollen nun modernste diagnostische Methoden etabliert werden, die ein verlässliches Erkennen von infizierten Patienten ermöglichen.

Eine Premiere wird auch das erste Online-Symposium zum Thema „COVID-19 and other emerging zoonoses“ im zentralasiatischen Raum sein. Am 21. und 22. April werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kasachstan zusammen mit Experten aus Europa über die Themen COVID-19, Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) diskutieren. Diese Veranstaltung wird synchron in englischer und russischer Sprache stattfinden. Weitere Informationen zu dem Symposium finden Sie unter www.gerkaznet.com.

Bildnachweis: IMB