Institut für Mikrobiologie
der Bundeswehr

Isolierung von Hantaviren in Zellkultur (Vero E6, L929, BVK168) aus Lungenmaterial infizierter Wildnagetiere

Bislang gibt es wenige Hantavirusisolate aus Deutschland und auch anderen europäischen Ländern. Die Isolierung von Hantaviren aus humanen Probenmaterial gelingt kaum und auch eine Isolierung aus infizierten Nagetierproben ist äußerst schwierig und langwierig. Eine Virusisolierung ist jedoch unumgänglich, um Stämme für weitergehende Charakterisierungen z.B. Pathogenese zur Verfügung zu haben. Ziel der Untersuchungen war es, auf verschiedenen gängigen Zellkulturen und einer selbst etablierten Zellinie aus Rötelmausnieren Dobrava- und Puumala-Virus-Isolate aus Nagetierproben zu gewinnen.  

Ziel der Forschungs-Aktivitäten ist:

  • Isolierung von Hantaviren aus biologischen Untersuchungsmaterialien
  • Erweiterung der Stammsammlung mit repräsentativen Virusstämmen aus der ganzen Welt
  • Optimierung von Isolierungs – und Kulturbedingungen für Hantaviren
  • Testung neuer Zelllinien auf Eignung zur Kultur von Hantaviren

Projektpartner

  • Institut für neue und neuartige Erreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems
  • Institut für Virologie, Universitätsklinikum Charité, Berlin
  • Institute of Clinical Immunology, University Hospital Zagreb, Kroatien
  • Medizinische Fakultät, Nierenzentrum, Universität Heidelberg

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Molekulare Epidemiologie von Hantaviren

In verschiedenen geographischen Regionen Europas sind die vorkommenden Hantavirus-Subtypen und auftretenden genetischen Varianten, auch Reassortanten, bislang kaum untersucht. Zur Unterscheidung von natürlich vorkommenden und absichtlich ausgebrachten Viren müssen jedoch genetische Besonderheiten herangezogen werden. Für Hantaviren werden Verfahren zur exakten molekularen Differenzierung entwickelt, um somit die in verschiedenen geographischen Regionen vorkommend Viren unterscheiden zu können. Daher werden aus Kleinsäugerproben aus verschiedenen geographischen Regionen Sequenzen von genetischen Sequenzen von Hantaviren generiert und phylogentisch analysiert. Ziel der Untersuchungen ist es, die Hantavirus-Durchseuchung von Kleinsäugern, die Identifizierung von Hantavirusspezies, und deren genetischen Varianten. Diese Angaben sind wichtig im Hinblick auf epidemiologische Untersuchungen und für die Optimierung diagnostischer Verfahren.

Ziel der Projekte

  • Identifizierung von variablen und homologen Genabschnitten für verschiedene Hantaviren
  • Testung homologer Genabschnitte auf Eignung für spezies-spezifische molekulare Diagnostik-Verfahren
  • Vergleich generierter Gensequenzen mit verfügbaren Gensequenzen und Testung auf Eignung für bioforensische Fragestellungen
  • Phylogenie von Hantaviren

Projektpartner

  • Institut für neue und neuartige Erreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems
  • Institut für Virologie, Universitätsklinikum Charité, Berlin
  • Institute of Clinical Immunology, University Hospital Zagreb, Kroatien
  • Bernhard-Nocht-Institut, Hamburg

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Ökologie von Hämorrhagischen Fieber-Viren

Das Verständnis der Ökologie von Hämorrhagische-Fieber-Viren ist eine zwingende Voraussetzung für den Nachweis dieser Viren in der Natur und damit für die Unterscheidung natürlicher und absichtlich ausgebrachter Viren. Für Hantaviren werden ökologische Faktoren definiert, die einen Einfluss auf das Vorkommen und auf die Verbreitung und auf die Ausbreitung aufweisen. Die Anwendung der identifizierten Faktoren auf konkrete Ausbruchsgeschehen kann helfen die richtigen Vektoren, Wirtsorganismen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zu sammeln und damit das entsprechende Virus effizient in der Natur nachzuweisen bzw. die natürliche Zirkulation auszuschließen.  

Forschungsziele sind:

  • Identifizierung von für die Zirkulation von Hantaviren relevanten ökologischen Faktoren
  • Entwicklung von Modellen für die Etablierung von Naturherden für Hantaviren
  • Testung von biologischen Proben (Wirtstiere) auf Eignung für den Nachweis von Naturherden
  • Identifizierung bisher unbekannter Wirtstiere für spezifische Hantaviren
  • ArcGIS Auswertungen und Risiko-Modellierungen (siehe Surveillance)

Projektpartner

  • Nationalpark Bayerischer Wald
  • Queen Astrid Military Hospital, Brüssel, Belgien

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