Institut für Mikrobiologie
der Bundeswehr

Neue Entwicklungen in Therapie und Prophylaxe

Ein zentrales Aufgabengebiet des Instituts ist die Erforschung neuer Ansätze zur Therapie und Prophylaxe von Infektionen durch B-relevante Erreger. Unter B-Bedrohungen sollen Einsatzkräfte gegen seltene Krankheitserreger und potenzielle B-Kampfstoffe durch Immunisierung geschützt werden. Für viele dieser Infektionen gibt es aber keinen wirksamen Impfstoff. Für die meisten Viruserkrankungen sind Immunglobuline (mit einer erweiterten Indikation zur passiven Post-Expositionsprophylaxe) nicht verfügbar; auch gibt es kaum erprobte Virostatika. Deshalb werden im Rahmen dieser Forschungsprojekte neue Kandidaten für die Immun- und Chemoprophylaxe für eine präklinische Prüfung ermittelt.
Bei den unter B-Bedrohung eingesetzten Impfstoffen handelt es sich zumeist um „Investigational New Drugs“, deren Effzienz und Verträglichkeit insbesondere in Verbindung mit Basisimpfungen und Chemoprophylaxe unzureichend charakterisiert sind. Hier werden über das Monitoring der humoralen und zellulären Immunantwort nach subklinischen B-Expositionen sowie über das Monitoring im Rahmen von immunprophylaktischen Maßnahmen klinische Daten erhoben und ausgewertet.
Empfehlungen zur Postexpositionsprophylaxe und der kalkulierten Initialtherapie müssen sich auf zuverlässige, standardisierte Daten zur Resistenzlage von klinischen und Wildtyp-Isolaten stützen. Daher tragen die Ergebnisse aus diesbezüglichen Projekten direkt zur Verbesserung der Empfehlungen zu Therapie und zur Durchführung von standardisierten Resistenztestungen bei.