Institut für Mikrobiologie
der Bundeswehr

Nationales Konsiliarlabor für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Leitung: Oberfeldarzt Priv. Doz. Dr. Gerhard Dobler
Stellv. Leitung: Oberfeldarzt Dr. Silke Wölfel

Willkommen auf der Internetseite des Konsiliarlabors für FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine wichtige Form der Meningitis und Enzephalitis in Deutschland, Europa und Asien. Daneben ist sie die medizinisch wichtigste durch Zecken übertragene Virusinfektion weltweit. Der Erreger ist ein Virus aus der Familie der Flaviviren, der andere wichtige Krankheitserreger wie das Gelbfieber-Virus, die verschiedenen Dengue-Viren, das Japan-Enzephalitis-Virus und das West Nil-Virus angehören.

Die Berufung des Konsiliarlabors für FSME erfolgte zum 01.06.2015 durch das Robert Koch-Institut (RKI).

Leistungsspektrum

  • Nachweis von IgG- und IgM-Antikörpern gegen FSME-Virus mittels ELISA, Indirekter Immunfluoreszenz*
  •  Nachweis von spezifischen FSME-Antikörpern mittels Neutralisationstest
  • Nachweis der Avidität von IgG-Antikörpern gegen FSME-Virus
  • Differenzierung und Abgrenzung von FSME-Antikörpern von anderen Flavivirus-Antikörpern*
  • Unterscheidung von FSME-Impf-Antikörpern und Antikörpern durch natürliche FSME-Infektion
  • Nachweis von FSME-Virus mittels Isolierung in Zellkultur aus Patientenmaterial (Blut, Serum, Liquor)*
  • Nachweis von FSME-Virus mittels molekularen Nachweisverfahren (PCR) aus Patientenmaterial (Blut, Serum, Liquor)*
  • Nachweis von FSME-Virus mittels Isolierung in Zellkultur aus biologischen Materialien (Zecken)
  • Nachweis von FSME-Virus mittels molekularen Nachweisverfahren (PCR) aus biologischen Materialien (Zecken)
  • Differenzierung von FSME-Virus-Subtypen (europäischer, sibirischer, fernöstlicher Subtyp)
  •  Auffinden und Analyse von FSME-Naturherden
  • Identifizierung bzw. Differenzierung von Zeckenarten
  • Fachliche Beratung (insbesondere des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie von Laboratorien, niedergelassenen Ärzten, Kliniken und Forschungsinstituten) zu Fragen der Diagnostik, der Epidemiologie und der Prävention der FSME in Deutschland und Eurasien
  • Beratung zu Anforderungen an das Untersuchungsmaterial, anzuwendende Nachweisverfahren und Versandbedingungen
  • Mitwirkung bei der epidemiologischen Bewertung der Situation der FSME in allen Teilen Deutschlands und in Europa

Bei den mit „*“ gekennzeichneten Leistungen handelt es sich um nach DIN EN ISO 15189 akkreditierte Verfahren.

Bitte lassen Sie sich vor Einsendung von klinischem oder biologischem Untersuchungsmaterial bei speziellen Fragestellungen telefonisch beraten (Rufnummern siehe unter Kontakt)

Aktuelle Forschungsprojekte

  • Optimierung des molekularbiologischen und kulturellen Nachweises von FSME-Viren aus klinischen Untersuchungsmaterialien
  • Monitoring eines definierten FSME-Naturherds in der Oberpfalz über einen Zeitraum von > 8 Jahren zur Erforschung der Periodizität des FSME-Virus in einer Zeckenpopulation
  • Klimatischer Einfluss auf Zeckenpopulationen und FSME-Übertragung (Kooperation mit Prof. Dr. Franz Rubel, Institut für Öffentliches Veterinärwesen, Veterinärmedizinische Universität Wien, Österreich)
  • Genetische Variabilität des FSME-Virus in Mitteleuropa (Kooperation mit Prof. Dr. Martin Beer, FLI-Institut, Insel Riems)
  • Phylogeographie und Ausbreitung des FSME-Virus in Europa (Doktorarbeit in Kooperation mit Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Arbeitsgruppe Parasitologie, Universität Hohenheim; Prof. Dr. Franz X. Heinz, Institut für Virologie der Medizinischen Universität Wien, Österreich)
  • Phylogeographie der FSME im Freistaat Sachsen (Kooperation mit Prof. Dr. Martin Pfeffer, Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen, Universität Leipzig)
  • Pathogenese der FSME-Viren in Europa (Kooperation mit Prof. Dr. Anna Överby, Universität Umea, Schweden; Prof. Dr. Andrea Kröger, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Otto von Guericke-Universität Magdeburg)
  • Identifizierung von autochthon vorkommenden und eingeschleppten Zeckenarten in Deutschland und ihr Potential als Vektoren von Krankheitserregern 

Kontakt

Konsiliarlabor für FSME
Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr
Kompetenzbereich Viren und intrazelluläre Erreger
Neuherbergstrasse 11
80937 München

 

Ansprechpartner:Herr Oberfeldarzt Priv. Doz. Dr. Gerhard Dobler
Telefon: 089 / 992692-3974
Telefax: 089 / 992692-3983
Email:    gerharddobler(at)bundeswehr.org
Vertretung:Frau Oberfeldarzt Dr. Silke Wölfel
Telefon: 089 / 992692-3281
Telefax: 089 / 992692-3983
Email:    silkewoelfel(at)bundeswehr.org
Zentralbereich Diagnostik:Medizinaldirektorin Dr. Sabine Zange
Telefon: 089 / 992692-3808
Telefax: 089 / 992692-3983
Email:    SabineZange(at)bundeswehr.org