Institut für Mikrobiologie
der Bundeswehr

Arbeitsgruppe Rotz / Melioidose

Burkholderia (B.) mallei (Rotzerreger) und B. pseudomallei (Erreger der Melioidose) verursachen schwere eitrige, therapieresistente, chronische und oft tödlich verlaufende Infektionen. Zwar gehören zur Gattung Burkholderia mehr als 60 verschiedene Arten gramnegativer Stäbchenbakterien, doch eine humanpathogene Relevanz haben davon lediglich die Vertreter des Burkholderia-cepacia-Komplexes (Pneumonien bei Patienten mit Cystischer Fibrose sowie verschiedene nosokomiale Infektionen), B. gladioli (nosokomiale Infektionen) und die obligat pathogenen B. mallei und B. pseudomallei. Die beiden letztgenannten Spezies besitzen ein Risikopotential als biologische Kampfstoffe.

Ziel der Projekte der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung und Validierung neuer diagnostischer Verfahren zur Erregeridentifizierung und –typisierung. Damit können Isolate aus weltweiten Krankheitsausbrüchen umfassend phänotypisch und genotypisch durch nachweis der Immunantwort des Wirts charakterisiert werden. Darüber hinaus sollen Systeme zur Diagnostik der Infektion entwickelt werden. Diese diagnostischen Fähigkeiten können genutzt werden, um das Risko für eine Infektion mit Burkholderia mallei/pseudomallei abzuschätzen und Krankheitsausbrüche aufzuklären.

Hinweis: Die durch die Arbeitsgruppe entwickelten medizinisch-diagnostischen Verfahren werden gebündelt über den Zentralbereich Diagnostik des Instituts bereitgestellt. Dort finden Sie auch das detaillierte Analysenverzeichnis mit Hinweisen zur Probennahme und Transport.

 

 

Forschungsschwerpunkt

 

  • Charakterisierung der natürlichen genetischen Variation von B. mallei während einer Infektion
  • Charakterisierung von Isolaten des Burkholderia-pseudomallei-Komplexes
  • Entwicklung von Nachweisverfahren für Burkholderia-mallei/pseudomallei-spezifischen Antikörpern